Schlagwort: Lean Prinzipien

  • Lean Six Sigma – Ziele, Prinzipien, Methoden.

    Unternehmen verfolgen universelle Ziele unabhängig von Branche oder Technologie: Sie wollen schnell und pünktlich liefern, die geforderte Qualität sicherstellen und gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten. Neu sind diese Ziele nicht. Neu ist jedoch die Frage, wie die Ziele gleichzeitig, stabil und wiederholbar erreicht werden können.

    Ausgangspunkt ist die konsequente Orientierung am Kunden. Nur das, was aus Sicht des Kunden tatsächlich Nutzen stiftet, gilt als wertschöpfend. Alles andere wird als Verschwendung betrachtet und systematisch reduziert. Auf dieser Grundlage wird der gesamte Wertstrom end-to-end betrachtet. Ziel ist es, alle Schritte von der Idee bis zum Kunden so zu gestalten, dass Material- und Informationsflüsse ohne Unterbrechungen, Wartezeiten oder unnötige Bestände erfolgen.

    Darauf aufbauend wird das Pull-Prinzip etabliert, bei dem nicht auf Vorrat produziert wird, sondern die tatsächliche Nachfrage den Takt vorgibt. Das fünfte Prinzip verankert schliesslich die kontinuierliche Verbesserung als permanenten Lernprozess, in dem Prozesse laufend hinterfragt und Verschwendung schrittweise reduziert werden.

    Voraussetzung für wirksame Produktionssysteme ist die Befähigung und aktive Einbindung aller Mitarbeitenden. Mitarbeitende sind dabei nicht nur Ausführende von Prozessen, sondern die zentrale Quelle für Verbesserung und Problemlösung.

    In dieser erweiterten Interpretation der fünf Lean-Prinzipien von Womack & Jones (Lean Thinking, 1996) werden Kundenorientierung, Wertschöpfung, Fluss, Pull und kontinuierliche Verbesserung sowie die aktive Beteiligung der Mitarbeitenden zu einem integrierten System verbunden.

    Dieses System entfaltet seine Wirkung jedoch erst dann vollständig, wenn es durch geeignete Lean-Six-Sigma-Methoden konkret entwickelt und umgesetzt wird. Methoden wie 5S, Standard Work, TPM, Poka Yoke, Jidoka, SMED oder Single Piece Flow sind dabei keine isolierten Werkzeuge, sondern aufeinander aufbauende und miteinander verknüpfte Elemente eines integrierten Wertschöpfungssystems. Die konsequente Anwendung dieser Methoden führt zu einem bedarfsgerechten Just-in-Time-Produktionssystem mit minimaler Verschwendung, das durch kontinuierliche Verbesserung permanent weiterentwickelt wird.

    5 + 1 Lean Prinzipien – eine erweiterte Interpretation

  • Was ist Lean Six Sigma?

    Was ist Lean Six Sigma?

    Lean Six Sigma ist eine Kombination von Lean Prinzipien und Six Sigma Methoden zur Prozessverbesserung. Isoliert betrachtet, zielen die beiden Ansätze auf unterschiedliche Bedürfnisse.

    Während sich Lean auf die Reduktion jeglicher Verschwendung konzentriert, hat Six Sigma die Verbesserung der Qualität von Produkten und Prozessen zum Ziel.

    Lean enthält zwar auch Methoden zur Verbesserung der Qualität, diese eignen sich jedoch nicht zur Stabilisierung von Prozessen.

    Deshalb wurde vor rund 20 Jahren der kombinierte Ansatz von Lean Six Sigma eingeführt. Die Anwendung erfolgt mit dem sogenannten DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Improve, Control).

    Eine bewährte Methode zur Problemlösung, bei der die Lösung auf den ersten Blick noch nicht bekannt ist.

    Im Wesentlichen geht es in den Phasen um die Beantwortung folgender Fragen:

    Define

    Was ist das Problem?

    Measure

    Wie gross ist das Problem?

    Analyze

    Was sind die Ursachen?

    Improve

    Was ist die beste Lösung?

    Control

    Wie wird die Nachhaltigkeit der Lösung sichergestellt?

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